Kaiser Napoleon I. und Kurfürst Karl Theodor von Dalberg
am 2. Oktober 1806 vor dem Aschaffenburger Schloß Johannisburg
Gemälde von C.Bourgeois und J.B.Debret 1812
im Schloss von Versailles, Kaisergalerie

Bildbeschreibung im Detail

Das "Aschaffenburg-Gemälde" ist datiert mit dem Jahr 1812 und interessanterweise von 2 Malern signiert. Der erste ist Jean Baptiste Debret (1768-1848) ein Schüler von Jaques Louis David (1748-1825) mit einem interessanten Lebenslauf. Er ging 1815 nach Rio de Janeiro um dort in der Residenz des portugiesischen Königs Professor an der neubegründeten Kunstakademie zu werden. Später wurde er Hofmaler der Kaisers von Brasilien. 1831 kehrte er nach Frankreich zurück. Der zweite Maler ist Constant (Florent Fidèle Constant) Bourgois (1767-1841) ebenfalls ein Schüler Davids. Bourgois war Landschaftsmaler und lebte lange in Italien. Seine bedeutenden Werke sind vor allem in Fontainebleau und im Museum von Orleans zu sehen. In Versailles befindet sich nur das Gemälde, das die Begegnung in Aschaffenburg zeigt. Nach dem Verzeichnis des Musée de Versailles wurde die Landschaft von Bourgois und die Figuren von Debret gemalt. Das Bild wurde 1811 von Napoleon für den Salon de Conseil (ancien Salon frais) für das Grand Trianon in Auftrag gegeben. Erste gezeichnete Entwürfe sind von Debret signiert und werden in Versailles aufbewahrt. Am 4. März 1813 konnte das Bild an dem vorgesehenen Platz im Grand Trianon aufgehängt werden. Im August 1822 wurde es wieder entfernt. 1824 wird es im Magazin des Louvre erwähnt. Nach Versailles kam es unter Louis-Philippe und zwar in die historische Galerie. In Frankreich wurde eine Skizze des Gemäldes im Nachlaß des Barons Brunet-Denon erwähnt. Sie wird heute im Musée de l’Armee in Paris aufbewahrt. Das Orginal befindet sich im Kaiserzimmer (Chambre de l’Empereur) des Schlosses von Versailles, das für Besucher derzeit allerdings nicht zugänglich ist.

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