Philipp Karl von Eltz
Kurfürst und Erzbischof von Mainz 1732 - 1743
Gemälde im Schlossmuseum der Stadt Aschaffenburg


Nach dem weltlich orientierten Franz Ludwig wählte das Domkapitel 1732 mit Philipp Karl von Eltz wieder einen der ihren zum Erzbischof. Der Kandidat war theologisch gebildet, stand nicht in dem Ruf, absolutistischen Regierungsgelüsten nachzugehen und erfüllte später die Erwartungen, in dem er sich den geistlichen Belangen des Bistums besonders widmete. Dennoch erfüllte er als Landesherr wichtige politische Aufgaben und konnte auch hier große Erfolge verzeichnen. So gelang es ihm gleich zu Anfang seiner Regierungszeit im polnischen Erbfolgekrieg, einen drohenden französischen Angriff auf Mainz mit Hilfe der Reichsarmee zu verhindern. Als Kaiser Karl VI. 1740 starb, fühlte sich der Kurfürst durch die politischen Konstellationen, im besonderen durch den Dissenz zwischen Österreich und Frankreich im französischen Erbfolgekrieg gezwungen, seine Zusage zu brechen, den Gemahl der einzigen Habsburgererbin Maria Theresias, Franz Stephan von Lothringen zum Kaiser zu wählen. Er unterstützte den bayerischen Kurfürsten Karl, der nicht zuletzt aufgrund dieser Entscheidung 1741 als Karl VII. Kaiser wurde.


Eigenhändige Unterschrift der Kurfürsten
in einem Schreiben vom 22. November 1732

weiter mit : Johann Friedrich Karl von Ostein (1743 - 1763)

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